Motivational Interviewing (MI)


Das Problem: Der Fluch des inneren Schweinehundes

Verzweifeln Sie nicht manchmal auch, wenn...
... Ihre Klienten trotz rasselndem Husten direkt nach der nächsten Zigarette gieren?
... Ihre Klienten lieber die strafrechtlichen Folgen ertragen, anstatt sich einer Therapie oder einem Anti-Aggressions-Training zu stellen?

Und dann? Wir reden Tacheles, malen dunkle Horrorvisionen aus, geben Ratschläge, mahnen, überreden, betteln – und hoffen auf innere Einsicht. Unser Bemühen ist kräftezehrend – und der Erfolg eher zweifelhaft. Doch sind die Klienten wirklich änderungsresistent und uneinsichtig - oder können und müssen wir gar das Problem aus einer ganz neuen Perspektive betrachten?



Unser Handeln: Ein entschiedenes... Vielleicht...

„Natürlich schadet das Rauchen meiner Lunge. Aber es schmeckt doch so gut – und gehört in gemütlicher Runde einfach dazu.“ Widerstreitende Gefühle und Gedanken scheinen einer Veränderung im Wege zu stehen und die Entschlusskraft zu lähmen. Die motivierende Gesprächsführung (Motivational Interviewing, MI) nach Miller und Rollnick erkennt die Ambivalenz gegenüber einer Veränderung als Teil des Problems an und macht sie zum Gegenstand des Gesprächs.


Was hilft?

Die Motivierende Gesprächsführung (MI) stellt nicht in Frage, DASS ein Klient zu einer Veränderung bereit ist, d.h. der Klient die Sinnhaftigkeit einer Veränderung erkennt. Doch aller Anfang ist schwer, wenn die Aufgabe geradezu übermächtig erscheint. Daher gilt es durch die Art der Gesprächsführung herauszufinden, zu welcher Veränderung die Motivation des Klienten zu diesem Zeitpunkt reicht und ihn in diesem Etappenziel zu bestärken. So beginnt auch hier eine lange Reise mit dem ersten Schritt...

Die Motivierende Gesprächsführung ist...
... auf den Klienten, seine individuelle Sichtweise und sein persönliches Erleben fokussiert.
... auf die Erkundung der positiven und negativen Seiten einer Veränderung ausgerichtet.
... geeignet, die im Klienten schlummernden Veränderungsimpulse zu stärken.
... eine Möglichkeit, den inneren Zwiespalt des Klienten zu thematisieren und aufzulösen.


Ziel des Seminars

Das Seminar richtet sein Augenmerk zunächst auf das Menschenbild, welches Grundlage der Handlungsprinzipien der Gesprächsführungstechnik MI ist. Diese Grundgedanken bestimmen maßgeblich, wie ein Gespräch mit einem Klienten aufgebaut und vorab geplant werden sollte. Alsdann werden die einzelnen Kommunikationstechniken vorgestellt, die unabdinglich mit dem Gesprächsansatz MI verknüpft sind.


Methoden des Seminars

- Frontalvortrag
- Fallbeispiele
- Videobeispiele mit anschließender Videoanalyse
- Kommunikationsübungen
- Kleingruppenarbeit
- Plenumsdiskussionen


Das Seminar bieten folgende Referenten an

- Dr. Denise Weßel-Therhorn


(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken