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Wenn es in Krisen "fünf vor zwölf" ist, gilt es möglichst schnell den Konfliktpartner kommunikativ und kognitiv zu erreichen. Die eingesetzten Methoden müssen hierbei mit Bedacht und auf die Bedürfnisse des Gegenübers zielend ausgewählt werden. Im negativen Fall kann schon der Hinweis "Beruhige Dich bitte!" sogar zu einer Verschärfung des Konflikts führen. Es gilt, gezielt Methoden und Strategien einzusetzen, die auch in Extremsituationen wirksam sind.
Einen Konflikt zu deeskalieren, sei es, dass man selbst beteiligt ist oder als Dritter, der von außen schlichten möchte, kann sich als sehr schwierig erweisen. Die Beteiligten sind häufig emotional, wütend oder aggressiv, gekränkt oder verängstigt, es geht um Macht oder um die Durchsetzung eigener Interesse mit allen Mitteln. Intelligente Einwände, die Ermahnung sich zu beruhigen oder das Motto „Der Klügere gibt nach“ verpuffen oft folgenlos oder heizen den Konflikt noch an.
Aufgrund dessen kann zweierlei passieren: Auf der einen Seite lässt man sich in den Konflikt hineinziehen und verschärft ihn durch das eigene Handeln. Auf der anderen Seite kann zu große Passivität den Tätern das Signal geben, das ihre Vorgehensweise erfolgreich ist.
Zunächst muss verdeutlicht werden, welche Einflussfaktoren in dem Konflikt einwirken. Nur wenn individuelle Faktoren, wie Wahrnehmung und Interpretation, Bedürfnisse und Motive, Verhaltensmuster, Konflikttypus, innere Dialoge, Kommunikationsstrategien, Stressauslöser und -reaktionen usw. bekannt und analysiert sind, können individuelle aber auch grundsätzliche Deeskalationsstrategien entwickelt werden. Es gilt, die eigenen Handlungsmuster, insbesondere unter hohem Stress, zu kennen und wirksame Handlungsmuster stressresistent im Gehirn zu verankern.
Im Seminar wird ein individuelles Profil erarbeitet, in dem die jeweiligen Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungsmuster analysiert werden, um hierzu grundsätzliche Deeskalationsstrategien zu entwickeln. Anhand von Fallbeispielen werden die Strategien verfeinert und weiterentwickelt. Diese Kompetenzen werden dann in simulierten Stresssituationen trainiert und weiter optimiert.
Das Seminar hat das Ziel, den Teilnehmer unterschiedliche Einflussgrößen, die in einem Konflikt einwirken, darzustellen und darauf bezogen gezielte Interventions- und Deeskalationsstrategien zu vermitteln. Ziel der Intervention ist es, wieder die Kontrolle über die Situation zurück zu gewinnen.
Das Ziel:
Gezielte Deeskalation unter Stress!
Im Seminar können folgende Themen berücksichtigt werden:
- Wahrnehmung und Interpretation
- Individuelle Stressauslöser und Stressreaktionen
- Handlungskompetenz unter Stress
- Verbale und nonverbale Kommunikationstechniken unter Stress
- Aggressionstypen nach Dutschmann
- Dissonanzfähigkeit
- Persönlichkeit und Konfliktverhalten
- Krisenmodell
Im Seminar stehen die jeweiligen Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmer im Vordergrund, auf die das Seminar explizit zugeschnitten wird. Es gibt kein Seminar vom Fließband! Nach Rücksprache können weitere Themen berücksichtigt werden bzw. mit den anderen Trainingsmodulen verknüpft werden.
Methoden
- Einzel- und Gruppenarbeit
- Kommunikations- und Bewegungsübungen
- Bewegung & „Spaß“
- Rollenspiel unter Stress
Seminarumfang
Nach Absprache kann das Seminar einen oder mehrere Tage umfassen.