Verhalten lernen
Beim "Verhalten lernen" werden zwei unterschiedliche (Lern-) Stränge miteinander verbunden: Zum einen das theoretische Wissen und zum anderen das Lernen durch Erfahrung. Auch wenn es zwei sehr unterschiedliche Stränge sind, die häufig getrennt voneinander betrachtet werden, gehören sie beim Verhalten lernen doch zusammen.
Anforderungen
Häufig möchte man sein eigenes Verhalten oder das anderer insbesondere für belastende Situationen optimieren. Man spricht mit Freunden, Trainern oder Beratern, liest Fachbücher und besucht Seminare. Es besteht eine hohe Veränderungsbereitschaft. Aber dann treten doch immer wieder dieselben Verhaltensmuster auf, die doch eigentlich verändert werden sollten. Was hält uns und andere davon ab, das „Richtige“ auch zu tun bzw. was muss getan werden, um eine Verhaltensänderung zu erzielen? Ist die mangelhafte Umsetzung eine Sache der Kompetenz und/oder Motivation? Gibt es einen Mangel an Wissen? Oder gibt es signifikante Einflussfaktoren, die beim Prozess des „Verhalten Lernens“ ggf. zu wenig berücksichtigt werden?
Was hilft?
Neben der Vermittlung von Wissen, dem Abrufen von Fakten und dem Verständnis von Zusammenhängen, muss ein weiterer Schwerpunkt darauf gelegt werden, wie dieses Wissen auch in den entscheidenden und herausfordernden Situationen abgerufen werden kann, wenn es darauf ankommt. Daher müssen Lern- und Vermittlungsmethoden eingesetzt werden, die eine feste Verankerung und Abrufbarkeit auch in belastenden Situationen gewährleisten. Dies kann durch die Kombination von kognitivem Lernen und Erfahrungslernen (besonders unter Stress) erreicht werden. Die Teilnehmer werden herausgefordert, (positive) Selbsterfahrungen zu machen, um damit Wissen neuronal fest zu verankern.
In dem Seminar werden auf Grundlage neuro-didaktischer Informationen, bestehende Lehr- und Lernmethoden anhand einer Stärken-Schwächenanalyse auf Möglichkeiten zur Optimierung untersucht. Es werden konkrete Tipps und Hinweise vermittelt, wie Lernprozesse für soziales oder professionelles Verhalten, durch emotionales und erfahrungsbasiertes Lernen optimiert und die Abrufbarkeit von Wissen auch unter widrigen Bedingungen verbessert werden kann.
Ziel des Seminars
Die Teilnehmer sollen ein umfangreiches Verständnis darüber erhalten, wie der Transfer von kognitivem Wissen hin zur alltagstauglichen Umsetzung unterstützt bzw. optimiert werden kann. Unter Beachtung neurobiologischer Prozesse sollen bestehende Vermittlungsmethoden analysiert und ggf. Alternativen vermittelt werden.
Das Ziel:
Wissen vermitteln und auch unter Stress abrufen zu können!
Struktur des Seminars
Im Seminar können folgende Themen berücksichtigt werden:
- Grundlagen des Lernens
- Neurobiologische Grundlagen
- Einfluss von Emotionen und Stress auf Lernprozesse
- Lehr- und Trainingsmethodik
- Bedingungslernen
- Selbstwirksamkeit
Im Seminar stehen die jeweiligen Interessen und Bedürfnisse der Teilnehmer im Vordergrund, auf die das Seminar explizit zugeschnitten wird. Es gibt kein Seminar vom Fließband! Nach Rücksprache können weitere Themen berücksichtigt werden bzw. mit den anderen Trainingsmodulen verknüpft werden.
Methoden
- Einzel- und Gruppenarbeit
- Kommunikations- und Bewegungsübungen
- Rollenspiele mit Stress
Seminarumfang
Nach Absprache kann das Seminar einen oder mehrere Tage umfassen.


